The Hague. Laut dem Geschäftsführer der zur A.P. Moller-Maersk Gruppe gehörenden APM Terminals (APMT), Kim Fejfer, leidet die gesamte Versorgungskette unter dem Druck, den große Containerschiffe durch die große Anzahl transportierter Boxen ausüben. Hafenbetreiber müssten deshalb ihre Häfen aufrüsten und erweitern. Die Performance müsse durch technologische Verbesserungen, zusätzliches Equipment und Arbeitskräfte verbessert werden, forderte Fejfer. Doch die Kosten, die für Verbesserungen aufgewendet werden, müssen gerecht zwischen Reedereien und Hafenbetreibern aufgeteilt werden, sagte Fejfer. „Die Produktivität der Containerterminals war noch nie so wichtig, wie im momentanen Umfeld, das durch größere Schiffe, Langsamfahrt und höhere Bunkerkosten bestimmt wird“, sagte er.
Die Anzahl der Schiffe, die in den Liegeplätzen beherbergt werden kann, hat sich durch die Megaschiffe verkleinert. Ein Megacontainerschiff benötigt einen Liegeplatz mit 300 m Länge. Die Gantrykrane können die gewachsene Boxenanzahl bewältigen, trotzdem hat sich die Anzahl der Schiffe, die gleichzeitigt abgefertigt werden kann, vermindert. Die Auswirkungen der neuen P3-Allianz auf die Terminals von Maersk Line, Mediterranean Shipping Co und CMA CGM mit 255 Containerschiffen und einer Kapazität von 2,6 Millionen TEU (20-Fuß-Standradcontainer) ist noch unklar - insbesondere da 50 Prozent der Kapazität von Nicht-Maersk-Reedereien stammen. Das Wachstum der Containerhafenindustrie wird künftig bei zirka fünf Prozent (vor der Krise in 2009 zehn Prozent) liegen, da sich die Wachstumsgeschwindigkeiten von ausgereiften und aufstrebenden Wirtschaften verringert. Die Expansion der aufstrebenden Wirtschaften wird trotzdem noch schneller sein. (rup)