Maul- und Klauenseuche schadet internationalem Transportgewerbe

05.03.2001 17:39 Uhr

Niederländische Transporteure melden bereits Millionenverluste.

ZOETERMEER. Die Auswirkungen der BSE-Krise und die Angst vor einer weiteren Verbreitung der Maul- und Klauenseuche (MKS) auf dem europäischen Festland bringen immer mehr Viehtransportunternehmen in den Niederlanden in Bedrängnis. In einem Dringlichkeitsschreiben an den niederländischen Landwirtschaftsminister Brinkhorst ersucht der Lkw-Fachverband TLN (Transport en Logistiek Nederland) den Politiker, so schnell wie möglich gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um den Transportfirmen zu helfen. "Uns schweben dabei beispielsweise steuerlicher Maßnahmen vor", sagte eine TLN-Sprecherin gegenüber der Verkehrs-Rundschau. Der Transport von Lebendvieh ist in den Niederlanden seit der dramatischen Verbreitung von MKS-Fällen in Großbritannien fast zum Erliegen gekommen. Im Zuge der Prävention wurden den Transport-Unternehmen in den Niederlanden seitens des Staates hohe Auflagen gemacht. So ist das Einsammeln von Vieh auf unterschiedlichen Bauernhöfen untersagt. Es dürfen nur noch Einzeltransporte durchgeführt werden, die allerdings nicht kostendeckend sind. Nach TLN-Berechnungen ist der gesamten, mit dem Viehtransport- und dem Handel befassten Branche, allein in der zurückliegenden Woche ein wirtschaftlicher Schaden von 15 Millionen Mark entstanden. Der TLN rät seinen in diesem Segment tätigen Mitgliedern, Kurzarbeit für die Beschäftigten zu beantragen, um zumindest eine gewisse Kostenentlastung zu bekommen. (vr/eha)

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