MAN Nutzfahrzeuge: Gelungener Start ins Jahr 2006

28.03.2006 14:05 Uhr
Weinmann
©Foto: ddp

Auftragseingang bei Nutzfahrzeughersteller erreicht Rekordniveau

München. MAN Nutzfahrzeuge steuert nach dem Rekordjahr 2005 auf neue Bestmarken zu. „Es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten“, sagte der Vorstandschef der MAN Nutzfahrzeuge AG, Anton Weinmann, vergangenen Dienstag in München. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2006 sei der Umsatz bereits um mehr als 13 Prozent auf gut eine Milliarde Euro gestiegen. „Wir sind äußerst erfolgreich in das Geschäftsjahr gestartet,“ zeigte sich Weinmann zufrieden. Auch der Auftragseingang erreichte mit einem Plus von 39 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro bis Ende Februar einen neuen Rekord. Gestützt auf dieses Auftragspolster erwartet Weinmann in diesem Jahr einen Umsatzzuwachs von mindestens acht Prozent und einen überproportionalen Ergebnisanstieg. 2005 hatte der Konzern die Erlöse um 9 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro und das operative Ergebnis um 46 Prozent auf 469 Millionen Euro gesteigert. Den Großteil des Umsatzes macht die größte Tochter der MAN-Gruppe mit Lastwagen. Mit mehr als 68.000 verkauften LKW fuhr MAN in diesem Bereich 6,2 Milliarden Euro Umsatz ein. Bis zum Jahr 2010 will der Nutzfahrzeughersteller mindestens 100.000 Lastwagen pro Jahr verkaufen. Dabei setzt der Konzern vor allem auf stärkeres Wachstum in Osteuropa und Asien. „Wir werden uns von einem westeuropäischen Unternehmen zu einem globalen Unternehmen entwickeln“, sagte Weinmann. Diese Ziele will MAN auch mit weiteren Produktivitätssteigerungen erreichen. In den vergangenen Jahren hat der Konzern dabei laut Weinmann schon Fortschritte gemacht. Während im Jahr 2000 insgesamt gut 70.000 Fahrzeuge mit knapp 39.000 Mitarbeitern hergestellt wurden, seien es im vergangenen Jahr mehr als 74.000 mit nur noch rund 34.500 Mitarbeitern gewesen. Um die Standorte in Deutschland zu sichern, will MAN die Mitarbeiter zu längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich bewegen und neue Entlohnungssysteme einführen. Derzeit koste die Arbeitsstunde in Deutschland rund 30 Euro, in Polen aber nur fünf bis sechs Euro. Eine Montagefabrik in Polen eröffnet MAN im nächsten Jahr. „Wir müssen aber auch in Deutschland ein vernünftiges Niveau realisieren“, sagte Weinmann. MAN sei zu weiteren Verhandlungen mit der Gewerkschaft bereit. (dpa/sb)

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