Frankfurt. Die deutsche Frachtfluglinie Lufthansa Cargo rechnet mit zwei- bis dreijährigen Turbulenzen der Weltwirtschaft. Längerfristige Krisenszenarien mit einer globalen ökonomischen Talfahrt von bis zu fünf Jahren teile sein Unternehmen nicht, sagte Vorstandsmitglied Andreas Otto auf einer Sitzung in Frankfurt. Trotz momentan rückläufiger Tonnagemengen und einer ungewissen Entwicklung der Weltwirtschaft sieht er die Lufthansa-Frachttochter gut für die Zukunft gerüstet. „Wir werden dank unserer hohen Produktqualität in Verbindungen mit unserer Wachstumsstrategie aus der aktuellen Krise gestärkt hervorgehen“, gab sich der Vertriebsvorstand optimistisch. Zugleich bestätigte er, dass LH Cargo ab der zweiten Hälfte 2009 ihre Ost-West-Verkehre über die sibirische Stadt Krasnojarsk leiten wird. Voraussetzung sei ein automatisches Landesystem (CAT II), das dort installiert und erfolgreich erprobt worden sei. Mit den Krasnojarsk-Flügen enden Zwischenlandungen der Lufthansa Cargo in den kasachischen Städten Astana und Alnaty, wo die MD-11-Frachter bislang auftanken. Für die chinesische Beteiligungstochter Jade kündigte Otto die Übernahme der Vertriebsaktivitäten durch LH Cargo auf dem chinesischen Markt vorbehaltlich der Zustimmung durch die Aufsichtsgremien an. Damit integriert der Frachtkranich TochterJade zunehmend enger in die eigenen Geschäftsabläufe ein. (hs)
Lufthansa Cargo erwartet mittelschwere Wirtschaftskrise
Die deutsche Frachtfluglinie rechnet mit zwei- bis dreijährigen Turbulenzen der Weltwirtschaft