Neustadt/Wied. Ein Großteil der Logistikunternehmen hat erkannt, dass sie ihre Leistungsfähigkeit deutlich verbessern müssen, um den Anforderungen der Zukunft zu entsprechen. Ihre Innovationsperspektiven bewerten nur 58 Prozent positiv. Skepsis herrscht auch bei den zukünftigen Investitionsmöglichkeiten. Sie werden nur von 52 Prozent der Unternehmen optimistisch eingeschätzt. Gleichzeitig befürchten sie zu 47 Prozent, dass sich ihre Rentabilitätsbedingungen ungünstig entwickeln werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Erhebung des IT-Dienstleisters SER Deutschland GmbH unter über 600 Mittelstands- und Großunternehmen, an der auch 61 Logistiker teilgenommen haben. Den Selbsteinschätzungen der befragten Manager zufolge besteht insbesondere in der Preis-/Leistungsstrategie ein erheblicher Optimierungsbedarf, um im Markt von morgen bestehen zu können. 62 Prozent der Logistikfirmen sehen hier Notwendigkeiten zur Verbesserung. Aber auch das Kundenmanagement und die Differenzierung im Markt besitzen erst für weniger als die Hälfte der Unternehmen eine zukunftsgerechte Ausrichtung. Ähnliches gilt für die Qualität der Dienstleistungen und Informationsprozesse, die 61 beziehungsweise 57 Prozent der Firmen als noch unzureichend betrachten. Große Schwächen sieht die Mehrheit von ihnen zudem in der Kostenentwicklung und Automatisierung der Geschäftsprozesse. Mit diesen Themen beschäftigt sich auch das SER-Kommunikationsforum "Dialog Zukunft" am 12. und 13. November im historischen Bundestag Bonn (www.dialogzukunft.de). (vr/eh)
Logistiker blicken Skeptisch in die Zukunft
Drei von fünf Logistikunternehmen halten ihre Dienstleistungen nicht für zukunftsfähig