Prag/Dresden. Der Lastwagenverkehr im sächsisch-böhmischen Gebiet ist laut einem Bericht des Prager Magazins „Respekt“ nach dem tschechischen EU-Beitritt um 33 Prozent gestiegen. Wegen der am 1. Mai weggefallenen Wartezeiten an der Grenze würden immer mehr Schwerlasttransporter die B170/E55 nutzen, hieß es. Zuvor hätten zum Beispiel viele LKW die „Rollende Landstraße“ genutzt. Sächsische und böhmische Bewohner des Grenzgebietes kündigten neue Proteste gegen den gestiegenen Verkehr an. Bereits vergangene Woche hätten Mitglieder von Bürgerinitiativen mit absichtlichem Langsamfahren gegen die Lkw-Kolonnen demonstriert, berichtete „Respekt“. Der Prodekan der Hochschule für Wissenschaft und Technik, Petr Moos, sagte dem Magazin, man könne schon mit geringen Beschränkungen den Schwerlastverkehr im Grenzgebiet steuern. Das Thema soll wie die Diskussion über geplante Elbestaustufen während eines Besuchs von Ministerpräsident Georg Milbradt an diesem Mittwoch in Prag zur Sprache kommen. (vr/dpa)
LKW-Verkehr in sächsisch-böhmischer Grenzregion stark gestiegen
33 Prozent mehr schwere LKW auf B170/E55 nach tschechischem EU-Beitritt – Bewohner planen Proteste