München. Vor dem Hintergrund der geplanten Lkw-Maut beginnen am morgigen Donnerstag die Tarifverhandlungen für die rund 40.000 Beschäftigten im bayerischen Speditions- und Transportgewerbe. Die Gewerkschaft ver.di gehe ohne genau bezifferte Forderung in die Gespräche, sagte ver.di-Verhandlungsführer Anton Hirtreiter am Mittwoch in München. Als Orientierungsmarke nannte er eine Einkommenserhöhung für die rund 40.000 Beschäftigten von 2,6 Prozent. Dies entspricht dem Abschluss in der Chemiebranche. Der Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) kündigte an, sich nach Preissteigerung und Produktivitätszuwachs zu richten. Obwohl die Branche die Kosten der Maut an die Kunden weitergeben wolle, schloss LBS-Geschäftsführer Wilhelm Heise Auswirkungen auf die Tarifverhandlungen nicht aus. Heise sprach von einer "brenzligen Situation" für die Betriebe. Trotzdem hoffe er auf "sinnvolle Verhandlungen" mit ver.di. Neben einer Erhöhung der Einkommen fordert die Gewerkschaft den Abschluss eines Beschäftigungspaktes, um betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. (vr/dpa)
Lkw-Maut überschattet Tarifverhandlungen für Speditionen
Beginn der Tarifverhandlungen für 40.000 Beschäftigte im bayerischen Transportgewerbe