Das Krisenmanagement der Lufthansa Cargo AG zur Abwehr von Schäden aus dem jüngsten Streik des in der Pilotenvereinigung Cockpit organisierten fliegenden Personals greift. "Auch diesmal bleibt keine Tonne Fracht stehen", bestätigte Lufthansa-Cargo-Sprecherin Bettina Stock gegenüber der Verkehrsrundschau. So seien "sämtliche Langstreckenflüge durchgeführt worden". Auch habe der Cargo-Kranich mit Blick auf den Streik einige zeitliche Umdispositionen bei den Flügen vorgenommen. Erneut habe der Konzern eine zusätzliche Frachtmaschine nebst Personal eingechartert. Neben Managementpiloten würden im zunehmenden Umfang auch LH-Piloten fliegen, die nicht in der Vereinigung Cockpit (VC) organisiert sind. LH Cargo habe einige Anzeichen dafür, dass die Streikfront langsam bröckelt. Die innerdeutschen und -europäischen LH-Cargo-Frachtmengen würden mittels Lkw-Ersatzverkehr bewegt, so Frau Stock. Auch bei der Deutsche Post World Net (DPWN) hat das Krisenmanagement gegriffen, um den hohen Standard im nationalen Briefverkehr von "E plus 1" aufrecht zu erhalten. "Die Kunden werden wenig vom Streik mitbekommen", so ein Unternehmenssprecher gegenüber der Verkehrsrundschau. Von den zwölf Millionen Briefen, die täglich im Nachtluftpoststern der Post geflogen würden, konnte ein Großteil mit anderen Airlines bewegt werden. Drei Viertel des geflogenen Briefvolumens (Versandentfernungen von 400 Km aufwärts) entfallen normalerweise auf die Lufthansa AG. Von diesem LH-Aufkommen konnte die Post wiederum drei Viertel kurzfristig auf andere Airlines verlagern. Auch seien mehr Lkw-Transporte durchgeführt worden. Die Post bewegt werktäglich insgesamt 70 Millionen Briefsendungen. (vr/eha)
LH-Pilotenstreik: Luftfracht wird befördert, Briefe auch
Deutsche Post stieg bei Briefen kurzfristig auf andere Airlines um