Die Ermittlungen gegen Spitzenmanager der Fluggesellschaft Air Berlin wegen Verdachts auf verbotene Insidergeschäfte sind eingestellt worden. Der Verdacht habe sich nicht mit der zur Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit bestätigt, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart heute mit. Konzernchef Joachim Hunold, der Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Zurnieden und drei weitere Führungskräfte waren ins Visier der Justiz geraten, nachdem sie im Frühjahr 2006 in größerem Umfang Aktien des eigenen Unternehmens gekauft hatten - einige Wochen vor Übernahme des Billigfliegers dba durch Air Berlin. (dpa) Aktienanteil - Der russische TUI-Großaktionär Alexej Mordaschow hat nach Informationen aus Finanzkreisen seinen Anteil am TUI-Konzern aufgestockt. Zuvor hatte die TUI in Hannover mitgeteilt, die Fiesta-Hotelgruppe habe vier Millionen Aktien verkauft. Zu der Transaktion nahm das Unternehmen jedoch keine Stellung. Der Chef der Fiesta-Gruppe auf Ibiza, Abel Matutes Juan, sitzt bei TUI im Aufsichtsrat. Die Gruppe hielt unter drei Prozent der Anteile. Mordaschow ist bisher mit gut zehn Prozent zweitgrößter TUI-Aktionär nach dem norwegischen Reeder John Fredriksen, der seit Monaten Front gegen die TUI-Spitze macht. Der Russe gilt als Unterstützer der TUI-Führung. (dpa) Kauf - Die Deutsche Bahn will vorerst nicht für einen Kauf der Reederei Hapag-Lloyd vom TUI-Konzern mitbieten. „Das ist für uns derzeit kein Thema“, sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn der Tageszeitung „Die Welt“ (Donnerstag). Angesichts der laufenden Vorbereitungen für den eigenen Börsengang verbiete es sich, ein weiteres Großprojekt anzustoßen. „Im Moment ist da nichts zu machen.“ Der Reiseriese TUI als Hapag-Lloyd-Muttergesellschaft will sich auf Druck aus dem Aktionärskreis von seiner Schifffahrtssparte trennen. Am Kauf sind asiatische Reedereien wie NOL (Singapur) interessiert, auch die Hansestadt Hamburg will sich an einem Bieterkonsortium beteiligen. (dpa) Verkehr Klage abgewiesen - Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Klage von Bürgern und Naturschützern gegen den geplanten Lückenschluss zwischen der Autobahn A 2 und A 30 abgewiesen. Damit kann nach Angaben des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen in rund drei Monaten mit dem Bau begonnen werden. Die Bauzeit solle fünfeinhalb Jahre dauern, die 9,5 Kilometer lange Nordumgehung bei Bad Oeynhausen werde rund 160 Millionen Euro kosten, sagte ein Sprecher der Straßenbaubehörde. (dpa/sb)
Kurz vermeldet: 9. Juli 2008
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