Verkehr
Umfrage - Fast jeder zweite Autofahrer (46 Prozent) lehnt die Einrichtung von Feinstaubzonen ab. Das ergab eine Befragung der Prüfungsgesellschaft Dekra. 51 Prozent der 1700 Befragten erwarten davon keine nennenswerte Verbesserung der Luftqualität. Mehr als jeder dritte Befragte (38 Prozent) bezeichnen die Zonen sogar als Unsinn. Immerhin: 43 Prozent beurteilen Umweltzonen als "guten Ansatz", da etwas gegen die Luftverschmutzung getan werden müsse. Allerdings glauben nur 29 Prozent, dass sie tatsächlich zum Schutz der Gesundheit beitragen. Dass in einigen Städten den Autofahrern mit roter oder gelber Plakette bald schon – und früher als ursprünglich geplant – die Zufahrt in die Feinstaubzonen verwehrt wird, hält nur jeder Dritte (35 Prozent) für notwendig. 28 Prozent der Befragten lehnen solche Schritte als "nicht verhältnismäßig" ab. (ab)
Unternehmen
Fluggesellschaft - Die staatliche serbische Fluggesellschaft JAT Airways, zu jugoslawischen Zeiten noch eine der größten Fluggesellschaften in Europa, zerbröselt. Das Unternehmen verfüge nur noch über sieben intakte Flugzeuge, berichtete die Zeitung "Blic" in Belgrad. Der Grund für das Schrumpfen des Streckennetzes liege in der Billigkonkurrenz und im Alter der Flugzeuge, die teilweise schon vor über 20 Jahren in Dienst genommen wurden. Allein im letzten Jahr hatte die JAT mit noch 1200 Beschäftigten ein Minus von 25 Millionen Euro eingeflogen. Alle Bemühungen der Regierung, für das marode Unternehmen einen Käufer zu finden, waren bisher fehlgeschlagen. Der Staat hat kein Geld, um der JAT den Kauf moderner Flugzeuge zu finanzieren. (dpa)
E-Postbrief - In Flensburg entsteht ein modernes Call-Center der Deutschen Post für den Kundensupport E-Postbrief. Damit schafft die Deutsche Post laut Mitteilung 280 neue Arbeitsplätze in der Region. Die Mitarbeiter sollen künftig Privat- und Geschäftskunden aus dem ganzen Bundesgebiet bei Fragen zu Handling und Registrierung beraten. Mit dem E-Postbrief, der Mitte Juli auf den Markt kommt, bringt die Deutsche Post den Brief ins Internet. Er kann von jedem Computer aus verschickt werden und ist dabei genauso verbindlich, vertraulich und verlässlich wie der klassische Brief. (ab)
Wirtschaft
Exporte - Das Thüringer Exportgeschäft hat sich nach den Einbrüchen 2009 spürbar erholt. In den ersten drei Monaten 2010 konnten die Betriebe Waren im Gesamtwert von 2,4 Milliarden Euro ausführen. Das war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 13,7 Prozent oder 292 Millionen Euro, teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag mit. Der Wert der Exporte in die europäischen Staaten stieg im ersten Quartal 2010 nur um 9,2 Prozent, nach Asien sprunghaft um 64,0 Prozent. Auch der seit dem 4. Quartal 2008 anhaltende Rückgang der Importe in den Freistaat konnte gestoppt werden. (dpa)