Die Deutsche Post muss die Zahl ihrer Filialen auf dem Land um 300 bis 400 erhöhen. Nach dem neuen Postgesetz, das den Bundesrat passiert hat, ist der Konzern verpflichtet, in allen Gemeinden mit 2000 Einwohnern je eine Anlaufstelle zu öffnen. Bisher gilt diese Regelung nur für Orte mit 4000 Einwohnern. Zur Zeit gibt es etwa 13.000 Postfilialen. Damit sei sichergestellt, dass auch nach einer völligen Privatisierung des Unternehmens wichtige Kundenrechte gesichert würden, sagte der SPD-Postexperte Klaus Barthel. Diese schärferen Auflagen der Post-Universaldienstleistungsverordnung werden als politischer Preis dafür gewertet, den die Post für die Verlängerung der Exklusivlizenz bei der Briefbeförderung bezahlen muss. Im vergangenen Jahr hatte der Bundesrat gegen den Protest der privaten Zustelldienste entschieden, dass die Post ihr Monopol für Briefe bis 200 Gramm behalten kann. (vr/jök)
Künftig mehr Postfilialen auf dem Land
In Gemeinden mit 2000 Einwohnern muss ein Postamt vorhanden sein