Zürich. Die Serie der Rekordergebnisse habe Anfang der 1990er Jahre begonnen. „Dieses Mal war es aber ein besonders großer Sprung“, meinte er. Das Speditionsunternehmen wurde 1890 in Bremen gegründet und hat seinen Sitz seit rund 30 Jahren in der Schweiz. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einer Fortsetzung des Erfolgskurses. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Klaus Herms, erwartete weiter wachsende Warenströme auch auf Grund von Produktionsverlagerungen nach Fernost und Osteuropa sowie weitere Übernahmen in der Branche. 2005 hatte der Konzern den Umsatz um 21,5 Prozent auf 14 Milliarden Franken (rund neun Milliarden Euro) gesteigert. Der Rohertrag erhöhte sich um 19,2 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken (etwa 1,8 Milliarden Euro). Das Unternehmen profitierte von der Belebung des Welthandels und den Synergieeffekten aus seinem globalen Netz. Große Wachstumsimpulse kamen unter anderem aus der Region Asien/Pazifik sowie Osteuropa. Die Kernbereiche See- und Luftfracht wuchsen doppelt so schnell wie der Markt. Die Umsatzerlöse beim Seetransport stiegen um 22,7 Prozent auf 7,5 Milliarden Franken (rund 4,8 Milliarden Euro). Bei der Luftfracht erhöhten sie sich um 15,7 Prozent auf 3 Milliarden Franken (rund 1,9 Milliarden Euro). Positiv entwickelte sich auch die Kontraktlogistik. Der steigenden Nachfrage nach diesem Rundumservice für Großkunden von der Lagerung bis zur Distribution, wird Kühne + Nagel mit dem Erwerb des Kontraktlogistikunternehmens ACR (Paris) gerecht. Durch den Kauf hat die Zahl der Mitarbeiter weltweit von 25.000 auf 40.000 zugenommen. Weiter ausgebaut werden soll auch der europäische Landverkehr auf Straße und Schiene. „Da haben wir noch Nachholbedarf“, meinte Kühne.
Kühne & Nagel 2005 mit bestem Ergebnis in der Geschichte
Der weltweit tätige Speditionskonzern Kühne + Nagel hat 2005 das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. Der Reingewinn stieg um 32,3 Prozent auf 315 Millionen Franken (rund 210 Millionen Euro), wie Mehrheitsgesellschafter und Verwaltungsratspräsident Klaus-Michael Kühne in Zürich mitteilte.