Konfliktmanagement: Geschickt punkten

22.08.2013 13:17 Uhr
Auch bei Streitigkeiten sollten bestimmte Regeln eingehalten werden.

Einen Streit konstruktiv angehen, obwohl man auf 180 ist? Wir sagen Ihnen, wie Sie in Konfliktsituationen eine gute Figur machen.

München. Ob es auch in punkto Streiten Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt? Ja! Letztere nehmen sich auch einmal einen handfesten Streit nicht so zu Herzen. Frauen sind meist empathischer. Eine größere Rolle spielt jedoch beim Umgang mit Auseinandersetzungen der Konflikttyp. Bevorzugt der eine Distanz und Sachlichkeit, setzt der andere eher auf Nähe und einen persönlichen Umgang. Wertschätzung ist ihm besonders wichtig. Wer Strukturen liebt, mag Hierarchien und die kreativen Typen mögen intellektuellen Freiraum. Der Schlüssel zum Erfolg ist jedoch immer die richtige Kommunikation und damit ein respektvolles Miteinander.

Wo Menschen aufeinandertreffen, entstehen Konflikte. Viola Moritz, Business Trainerin für Konfliktmanagement, gibt Tipps, wie man bestmöglich streitet:

— Rechtzeitig agieren: Konflikte, die einem auf der Seele brennen, sollte man frühzeitig ansprechen und keinesfalls „hochkochen“ lassen!

— Ich-Botschaften: Im Gespräch die eigene Sichtweise beschreiben, nicht bewerten. Formulieren Sie unbedingt aus Ihrer Sicht.

— Konstruktiv kritisieren: Die Situation konkret ansprechen, die Auswirkung auf sich klarstellen, die eigenen Gefühle benennen, den Gegenüber nach seinem Standpunkt fragen und gemeinsam eine Lösung finden.

— Sich abgrenzen: Wird man von jemandem beleidigt, helfen Formulierungen wie „Stopp, so können wir nicht kommunizieren. Wir können gerne später darüber sprechen“.

— Aktiv zuhören: Indem Sie Inhalte zusammenfassen, können Sie prüfen, ob Sie den anderen richtig verstanden haben. Auch wichtig: Informationen hinterfragen, Gefühle heraushören und verbalisieren. Respektvoller Umgang miteinander heißt auch, die Kritik des Gegenübers wertzuschätzen.

— Empathie zeigen: Versuchen Sie den Konflikt auch aus der Perspektive Ihres Gegenübers zu sehen. Oft verraucht die „Wut“ dann von allein.

— Selbstreflexion: Warum stört mich das Verhalten meines Kollegen? Analysieren Sie Ihre Emotionen.

— Auf Konfliktpartner eingehen: Unterbrechen Sie ihn im Gespräch nicht und verharmlosen Sie seine Kritik nicht.

— Auf Gespräch vorbereiten: Definieren Sie ein Ziel für sich, legen Sie Beispiele bereit und Themen sowie einen akzeptablen Kompromiss fest. (ts)

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