Kombiverkehr wächst auch 2004

17.06.2004 05:39 Uhr

Mit Preiserhöhungen ist ab 2005 zu rechnen

Frankfurt/Main. Nach einem erfolgreichen Jahr 2003 stehen die Vorzeichen bei Kombiverkehr auch für 2004 weiter auf Wachstum. In den ersten fünf Monaten 2004 verzeichnete das Frankfurter Unternehmen ein Plus im unbegleiteten Verkehr (UKV) von acht Prozent, davon 21 Prozent Zuwachs im nationalen Verkehr. Im internationalen Verkehr wurden 5 Prozent mehr Sendungen befördert, wobei vor allem die Relationen nach Polen (plus 30 Prozent, allerdings von einem geringen Niveau aus), Spanien (plus 26 Prozent), Schweiz (plus 18 Prozent) und Italien via Österreich (plus 14 Prozent) gefragt waren. "Ohne den Verlust des maritimen Verkehrs durch einen Großkunden im Österreich- und Ungarnverkehr seit Beginn dieses Jahres läge die Verkehrsentwicklung im internationalen UKV bei annähernd plus 10 Prozent", sagte Robert Breuhahn, Geschäftsführer Kombiverkehr, heute auf der Generalversammlung seines Unternehmens in Frankfurt. Ein Wermutstropfen stellte hingegen das Ergebnis der Rollenden Landstraße (RoLa) dar. Die Zahl der Sendungen verringerte sich insgesamt um 30 Prozent. Breuhahn bestätigte, dass die RoLa Dresden-Lovosice aufgrund fehlender Nachfrage zum 19. Juni 2004 eingestellt werde. Aber auch das Aufkommen auf der RoLa Manching-Brennersee ist durch den Wegfall der Ökopunkteregelung in Österreich um 33 Prozent gesunken. Kritisch äußerte sich Breuhahn zur Qualität im nationalen KV. Aktuell läge die Pünktlichkeitsquote noch unter 90 Prozent. Im Jahr 2003 lag sie sogar bei nur 83 Prozent. Als Ursachen nannte er unter anderem Terminalprobleme, Kranausfälle, vermehrte Anzahl von Baustellen und fehlende Lokomotiven. Breuhahn kündigte an, dass Kombiverkehr in den nächsten Monaten ihr Angebot weiter ausdehnen werde. Im nationalen Verkehr stelle man jetzt wieder eine stärkere Nachfrage fest. Man müsse jedoch abwarten, ob und wann die LKW-Maut kommt. André Zeug von der DB-Tochter Stinnes Intermodal und zugleich Mitglied im Verwaltungsrat, befürchtet angesichts des zunehmenden Verkehrs auf dem Schienennetz Kapazitätsprobleme. Gegenüber der VerkehrsRundschau äußerte Zeug die Einschätzung, dass als Resultat der in den kommenden Wochen stattfindenden Preisgespräche mit Preiserhöhungen im KV ab 2005 zu rechnen sei. (cd)

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