München. Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse sieht nach einem Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr keine rasche Erholung des LKW-Marktes. Auch die Nachfrage im Güterschienenverkehr in Europa und den USA werde 2010 voraussichtlich verhalten sein, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Dagegen dürfte sich der Personen-Schienenverkehr positiv entwickeln. Im vergangenen Jahr büßte das Unternehmen wegen der Einbrüche im Nutzfahrzeuggeschäft beim Umsatz 18 Prozent ein auf 2,76 Milliarden Euro. Auch das Ergebnis habe sich rückläufig entwickelt, sagte ein Unternehmenssprecher, machte aber mit Verweis auf die Bilanz-Pressekonferenz Ende März keine genaueren Angaben. Die einzelnen Geschäftsfelder und Regionen entwickelten sich unterschiedlich. Die tiefe Flaute im LKW-Markt bekam Knorr-Bremse vor allem in Europa, aber auch in den Regionen Amerika und Asien/Australien zu spüren. Wegen der Probleme in der Sparte hatte das Unternehmen den Abbau von rund 500 Arbeitsplätzen angekündigt und Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt. Derzeit seien rund 800 Mitarbeiter in Kurzarbeit, die bis Ende 2010 verlängert worden sei, sagte der Sprecher. Im Bereich Schienenfahrzeuge konnte das Unternehmen die Erlöse dagegen steigern. Als Stütze erwies sich hier das Asien-Geschäft, das vor allem dank eines Großauftrags aus China kräftig zulegte. Knorr-Bremse sieht sich als weltweit führender Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen rüstet aber auch beispielsweise Züge mit Türsystemen, Klimaanlagen und Toiletten aus. (dpa)
Knorr-Bremse rechnet mit anhaltender Flaute im LKW-Markt
Münchner Bremsenspezialist sieht nach deutlichen Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr keine rasche Erholung des LKW-Marktes