Kion Konzernverlust trotz Wachstum

25.04.2008 15:05 Uhr

Die Kion Group, zweitgrößter Gabelstapler- und Lagertechnikhersteller weltweit, sieht sich nach dem Rekordjahr 2007 gerüstet, um auch künftig schneller als der Markt zu wachsen.

Wiesbaden. Der Konzern will sich noch mehr vom Produkt- zum umfassenden Lösungsanbieter im Bereich betrieblicher Materialflusstechnik weiterentwickeln, gab die die Holding mit ihren Marken Linde, OM Pimespo und Still bei der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen 2007 bekannt. Zudem hat sich die Gruppe, die 2007 noch über 80 Prozent ihres Umsatzes in Europa erzielt hat, das Ziel gesetzt, ihre Präsenz in den Wachstumsmärkten Asiens sowie in Nordamerika auszubauen. Zudem will Kion bislang ungenutzte Synergiepotenziale durch gruppenweit einheitliche Verwaltungs-, Produktions- und Entwicklungsprozesse nutzen. „Ich übernehme von Hubertus Krossa ein erfolgreiches Unternehmen mit besten Zukunftsperspektiven", betonte Gordon Riske, bislang Chef der Marke Linde, der jetzt von Krossa den Vorsitz der Geschäftsführung der Gruppe übernommen hat. Die Kion Group hat ihren Nettoumsatz 2007 um gut 10 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro gesteigert. Linde Material Handling wuchs um 8,1 Prozent, Still um 12,6 Prozent und OM um 17,4 Prozent. Für den Konzernverlust von 60 Millionen Euro seien negative insbesondere akquisitionsbedingte Einmal- und Sondereffekte in Höhe von 201 Millionen Euro sowie ein negatives Zinsergebnis in Höhe von 245 Millionen Euro verantwortlich. Das um Einmal- und Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sowie vor PPA konnte um 28,5 Prozent auf 338 Millionen Euro (2006: 263 Millionen Euro) verbessert werden. Stückzahlbezogen konnte das Unternehmen aufgrund der hohen Nachfrage nach den kleineren Lagertechnikfahrzeugen um gut 13 Prozent auf über 160.000 Einheiten zulegen. Das entspreche einem Weltmarktanteil von annähernd 17 Prozent. Der in Fahrzeugeinheiten gemessene Weltmarkt für Flurförderzeuge habe 2007 um rund 11 Prozent auf über 950.000 neu bestellte Stapler und Lagertechnikgeräte zugelegt. Wachstumstreiber waren vor allem die Märkte Asiens und Osteuropas sowie insbesondere auch Westeuropa. Für das Geschäftsjahr 2008 erwartet Kion eine weitere Erhöhung der Umsatzerlöse und strebt eine deutliche Steigerung des bereinigten Ebit an. Die ersten drei Monate dieses Jahres hätten sich viel versprechend entwickelt und den Vergleichszeitraum des Vorjahres übertroffen, so das Unternehmen. Das Konzernergebnis 2008 werde in deutlich geringerem Umfang von Einmaleffekten geprägt sein und deshalb positiv. Der Aufsichtsrat hat Rolf Karg zum Mitglied der Geschäftsführung bestellt. Der übernimmt dort zusätzlich zu seinen Aufgaben bei Still die Verantwortung für Produktion und Logistik. Der promovierte Elektrotechnik-Ingenieur ist seit 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung von Still.

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