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KfW-Research: deutsche Unternehmen brauchen neue Wachstumsstrategien

Eine neue Studie von Prognos untersuchte die Zusammenhänge von Globalisierung und Wohlstand
© Foto: imagetea - Fotolia

Die neue Studie von Prognos zeigt: 28 Prozent der Arbeitsplätze und 31 Prozent der Bruttowertschöpfung hängen vom Export ab.


Datum:
05.10.2021
Autor:
Stefanie Schuhmacher
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Frankfurt am Main. Die deutsche Wirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten stark von der Globalisierung profitiert. Entsprechend hoch ist die Bedeutung des Auslandsgeschäfts sowohl für die direkt exportierenden Unternehmen als auch für deren Zulieferer, die häufig aus dem Mittelstand kommen. In der Gesamtbetrachtung hingen im Jahr 2019 rund 28 % aller Arbeitsplätze (rund 12,6 Millionen Erwerbstätige) hierzulande und 31 % der Bruttowertschöpfung (knapp 1.000 Milliarden Euro) direkt oder indirekt vom Export ab. Das zeigt eine von KfW Research in Auftrag gegebene und von Prognos durchgeführte Studie zur Zukunft der Globalisierung und den Wachstumsperspektiven deutscher Unternehmen.

Globalisierung hat großen Einfluss auf den Wohlstand

Wie groß die Bedeutung der Globalisierung für den Wohlstand in Deutschland ist, verdeutlicht der Blick auf deren Einfluss auf das Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung: Zwischen 1990 und 2018 wuchs das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Deutschland im Durchschnitt jährlich um rund 1,4 Prozent. Rund 0,3 Prozentpunkte davon gehen auf die verstärkte wirtschaftliche, soziale und politische Integration Deutschlands in die Weltwirtschaft zurück. Der internationale Handel mit Waren und Dienstleistungen ist dabei ein wesentlicher Aspekt der Globalisierung, vor allem im Verarbeitenden Gewerbe. Im Fahrzeugbau, im Maschinenbau, in der Pharma- und Chemieindustrie aber auch in der Elektronikindustrie werden weit mehr als die Hälfte der Gesamtumsätze im Ausland erzielt.

Globalisierung trotz Corona-Pandemie?

In welchem Umfang die Exportstärke, die in den vergangenen Jahren einer der Erfolgsfaktoren des deutschen Wirtschaftsmodells war, auch künftig ein Treiber des Wachstums sein kann, ist offen. Die Zukunft der Globalisierung und des internationalen Handels scheint unsicher - nicht zuletzt auch, weil die Corona-Krise längerfristige Veränderungen in der Handelspolitik und den Handelsbeziehungen der Unternehmen bewirken kann.

Die aktuelle Analyse von Prognos für KfW Research analysiert die Auswirkungen mehrerer möglicher Entwicklungspfade der Globalisierung auf Wachstum, Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit in Deutschland in den nächsten zehn Jahren. In einem Szenario, in dem sich die Globalisierung so langsam fortsetzt wie seit 2010, würde das reale BIP zwischen 2023 und 2030 durchschnittlich um 1,1 Prozent pro Jahr wachsen. Dies erscheint wahrscheinlicher als eine umfassende Deglobalisierung oder ein erneuter Globalisierungsschub, wie er in den 1990er und 2000er Jahren zu beobachten war. Denn die protektionistischen Tendenzen der letzten Jahre und die als geschwächt geltende Welthandelsorganisation erschweren die weitere Integration der Weltwirtschaft und die internationalen Wertschöpfungsketten müssen die Corona-Krise verarbeiten, auch wenn die Vorteile internationaler Arbeitsteilung nach wie vor vorhanden sind.

Die komplette Studie finden sie hier. (ste)

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