Potsdam. In Brandenburgs Städten sind auch künftig keine Umweltzonen zur Verminderung der Feinstaubbelastungen geplant. Das bekräftigte Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch in Potsdam bei der Vorstellung des Immissionsschutzberichts. Für Berlin mache eine solche Auflage mit Fahrverboten für ältere Autos mit hohen Schadstoffausstoß durchaus Sinn. „Für Brandenburg sehe ich diesen Sinn wegen der Kleinräumigkeit nicht“, erläuterte Woidke. Der Abteilungsleiter im Umweltministerium, Günter Hälsig, erläuterte, die märkischen Städte seien von der Fläche her zu klein. „Die Maßnahmen bringen in diesen kleinräumigen Flächen zu wenig.“ Das Land wartet laut Woidke gespannt auf eine Auswertung der Berliner Ergebnisse durch eine Arbeitsgruppe der Bundesländer. Die CDU-Fraktionen von Brandenburg und Berlin hatten am Dienstag vom Senat in Berlin eine Verschiebung der zweiten Stufe der Umweltzone auf 2012 gefordert. Wenn vom 1. Januar 2010 an nur noch Autos mit grüner Plakette zugelassen werden, bedeute dies für viele Mittelständler eine Belastung bis zur Existenzgefährdung, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Zudem belaste eine Verschärfung die Direktvermarktung märkischer Produkte in der Hauptstadt. (dpa)
Keine Umweltzonen in Brandenburg geplant
Umweltminister erachtet Umweltzonen in brandenburgischen Städten als wenig sinnvoll