Hamburg. Das Bundeskartellamt ermittelt gegen Hafenschleppunternehmen wegen des Verdachts verbotener Absprachen. An verschiedenen Standorten in Deutschland seien sechs Unternehmen durchsucht worden, teilte ein Sprecher des Amtes am Dienstag in Bonn mit. Wegen ähnlicher Verdachtsmomente seien auch Unternehmen in den Niederlanden von den dortigen Wettbewerbsbehörden durchsucht worden. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten” über die Ermittlungen berichtet.
Im Hamburger Hafen sind rund 20 Schlepper im Einsatz. Fünf Unternehmen haben sich in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen; ihre Einsätze werden unter Mitwirkung der nautischen Zentrale im Hafen koordiniert. Die Schleppreederei Bugsier bestätigte die Durchsuchungen und erklärte, die Unternehmen hätten mit dem Amt voll kooperiert. Ein Ergebnis der Ermittlungen des Kartellamtes ist kurzfristig nicht zu erwarten. (dpa)