Bonn. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat sich zu der Forderung des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA kritisch geäußert. Der ZDK weist den Vorschlag zurück, wonach die allgemeine europäische Gruppenfreistellungsverordnung für Vertriebsvereinbarungen („Schirm-GVO“) bereits ab Frühjahr 2010 auf den Automobilvertrieb Anwendung finden soll. „Wenn marktmächtige Hersteller ihre Händler ‚zuparken‘, indem sie ihnen den Vertrieb anderer Marken verbieten, wird es für die übrigen Hersteller immer schwieriger, überhaupt noch leistungsfähige Händler zu finden“, warnt ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz. Das Argument, dieser Schritt bringe in der Krise den Händlernetzen Vorteile, stelle die Dinge auf den Kopf und für den Wettbewerb zwischen den Marken sei diese Entwicklung fatal. (rs)
Kampf um die „Schirm -GVO“
Kraftfahrzeuggewerbe gegen Vorziehen der Gruppenfreistellungsverordnung für Vertriebsvereinbarungen