Kabul. Nach dem Mord an zwei ausländischen Mitarbeitern des Logistikdienstleisters DHL in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat das Innenministerium einen Wachmann des Unternehmens für die Tat verantwortlich gemacht. „Die Untersuchung hat ergeben, dass einer der afghanischen Wachleute den DHL-Direktor und dessen Stellvertreter vor deren Büro erschossen hat“, sagte Ministeriumssprecher Zemarai Basharay am Sonntag. Anschließend habe sich der Wachmann selbst getötet. Das Motiv der Tat sei jedoch weiterhin unklar. Nach Polizeiangaben arbeitete der Wachmann für ein renommiertes und landesweit tätiges Wachschutzunternehmen. Die beiden DHL-Mitarbeiter, ein Südafrikaner und ein Brite, waren am Samstagmorgen vor der Zentrale der Tochterfirma der Deutschen Post in der Innenstadt von Kabul getötet worden. Die nach der Tat festgenommenen 13 Verdächtigen seien am Sonntag wieder freigelassen worden, teilte Basharay weiter mit. (dpa/pi)
Kabul: DHL-Mitarbeiter von afghanischem Wachmann getötet
Afghanisches Innenministerium macht Wachmann für Mord an den DHL-Mitarbeitern verantwortlich / Motiv weiter unklar