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Japan und EU verhandeln über Freihandelsabkommen

25.03.2013 15:48 Uhr
Japan und EU verhandeln über Freihandelsabkommen
Japanische Autos kommen unter anderem über deutsche Seehäfen wie Bremerhaven nach Europa
© Foto: dapd/David Hecker

Fast eine halbe Million neue Arbeitsplätze und knapp ein Prozentpunkt mehr Wirtschaftswachstum erhoffen sich die Europäer von einem neuen Freihandels-Pakt mit Japan.

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Tokio. Die Europäische Union und Japan nehmen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen auf. Darauf einigten sich am Montag der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe, in einem Telefongespräch.

EU-Handelskommissar Karel De Gucht sprach bei einem bilateralen Treffen von Wirtschaftsvertretern in Tokio von einem „ambitionierten“ Schritt. Er vertraue darauf, dass Japan die gemachten Zusagen zum Abbau von Handelsbarrieren einhalten wird. Mit einer Schutzklausel behält sich die EU-Kommission das Recht vor, die Gespräche mit Tokio anderenfalls nach einem Jahr wieder abzubrechen.

Die erste Verhandlungsrunde findet im April statt. Autobauer in Deutschland, Frankreich, Italien und Osteuropa erwarten eine Schwemme japanischer Fahrzeuge, wenn die EU-Zölle von 10 Prozent für Autoimporte schrittweise abgebaut werden. Die Branche fürchtet zudem, wegen der Marktabschottung in Japan dort nicht richtig Fuß fassen zu können. Es gebe in Japan „noch immer zu viele Barrieren“, beklagte De Gucht. Japan verlangt laut Experten andere Sicherheitsvorkehrungen, andere Lärmmessungen und andere Abgaswerte als die EU. Auch öffentliche Aufträge seien nur unter größten Mühen zugänglich.

Brüssel will hart mit Tokio verhandeln, um die Bedenken zu zerstreuen. Laut Kommission, die die EU in Handelsfragen vertritt, könnten verstärkte Ausfuhren nach Japan rund 420.000 neue Arbeitsplätze in der EU bringen.

Die EU war im vergangenen Jahr Japans drittgrößter Handelspartner nach China und den USA mit einem Anteil von 9,8 Prozent am gesamten Außenhandel. Die Importe aus der EU beliefen sich auf 6,64 Billionen Yen (54 Milliarden Euro). (dpa)

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