Die Krise der italienischen Post ist spätestens seit der Drohung von 9000 Kündigungen zu Sommerbeginn bekannt. Nun konnte durch Verhandlungen zwischen dem Arbeitsministerium, der italienischen Post und den Gewerkschaftsvertretungen (Cisl, Cisal) die große Kündigungswelle teilweise abgewandt werden. 5.000 Postbedienstete, die bereits über einen Pensionsanspruch verfügen, verlassen Anfang 2002 das Unternehmen. Weitere 2.200 Angestellte werden eine Abfindung bei ihrem Arbeitsaustritt bekommen. Die restlichen 1.300 Angestellte können durch Umstrukturierungen im Unternehmens ihren Arbeitsplatz behalten. Zusätzlich wurde die Schaffung von 2.200 Lehrlingsplätzen zugesichert. Zufrieden zeigten sich die Gewerkschaften mit der getroffenen Lösung. Es handle sich um ein innovatives Ergebnis, wodurch eine Neuorganisation mit Vorsicht und Intelligenz in die Wege geleitet wurde. Durch die "mühsam getroffenen Vereinbarungen" sei für mehr Effizienz und ein besseres Kundenservice gesorgt, erklärte Maurizio Sacconi, Staatssekretär im Arbeitsministerium, nach Abschluss der Verhandlungen. (vr/im)
Italienische Post: Zahl der Kündigungen reduziert
Anfang 2002 verlassen 5000 Angestellte das Unternehmen