Rom. In Italien hat die Zahl der Unfälle von LKW über 3,5 Tonnen gegenüber 2003 drastisch zugenommen. Nach Angaben der Verkehrspolizei stieg sie auf Landstraßen um 16,7 Prozent, auf den Autobahnen um 10,9 Prozent. Insgesamt waren 2004 den Angaben zufolge über 11.500 LKW an Unfällen beteiligt. Besorgnis erregend hoch sei dabei der Anteil von Gefahrguttransporten, hieß es. Wegen der Explosion eines Tankwagens mit Flüssiggas habe in der vergangenen Woche die Hauptverkehrsader Italiens, die Autobahn A 1, in der Höhe von Bologna siebzehn Stunden geschlossen werden müssen. Drei Monate zuvor habe es bereits einen ähnlichen Unfall gegeben. In Italien ist fast jeden Tag ein Gefahrgut-LKW in einen Unfall verwickelt. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Zuwachs von 34,3 Prozent zu verzeichnen. Die Unfälle häufen sich besonders auf den Autobahnen. Für die Verkehrspolizei sind diese Zahlen Alarmzeichen für den Güterverkehr auf der Straße. Die Ursachen: überzogene Fahrzeiten, Auslassen der Ruhepausen, zu schnelles Fahren, weil die Firmen die Kosten drücken müssen. (rp)
Italienische Polizei verzeichnet drastische Zunahme bei LKW-Unfällen
Unfälle mit Gefahrguttransportern haben im vergangene Jahr um über 30 Prozent zugenommen