Rom. Seit einem Jahr ist der Tarifvertrag im italienischen Transportgewerbe ausgelaufen. Es geht um Lohnerhöhungen, die Arbeitsdauer und eine größere Flexibilität bei Arbeitsverträgen. Eine erste Verhandlungsrunde im September wurde abgebrochen. Die Gewerkschaften werfen der Gegenseite eine Blockadehaltung vor und rufen zum Streik auf. 500.000 Angestellte – Fahrer und Verwaltungspersonal – von 170.000 Unternehmen im Transport- und Logistikbereich sind aufgerufen, für drei Tage die Arbeit niederzulegen. Die drei großen Gewerkschaften haben die Zeit vom 20. bis zum 22. Dezember vorgesehen. Zusätzlich werden bis zum 6. Januar alle Überstunden verweigert werden. Der Streik wird den Vorweihnachtsbetrieb empfindlich treffen: Vom Weihnachtspäckchen über die Weihnachtsgans bis hin zum Benzin, alles könnte knapp werden oder erst zu Silvester ankommen. (rp)
Italien: Streik gegen Transportunternehmen
Seit einem Jahr ist der Tarifvertrag im italienischen Transportgewerbe ausgelaufen. Nun droht ein umfassender Streik von Fahrern und Verwaltungsangestellten.