Rom. Seit dem Eintritt Sloweniens in die Europäische Union ist die Präsenz slowenischer Lastwagen auf italienischen Straßen drastisch angestiegen und zwar um fast ein Drittel. Waren es vorher rund 440 täglich, die über die Grenzen im Friaul kamen, so ist die Zahl jetzt auf 1032 gestiegen. Das geht aus einem Bericht des Transportministeriums hervor. Die Vereinigungen der Transportunternehmer schlagen Alarm. Denn gleichzeitig seien in gleichem Maße die Zahl der italienischen Transportunternehmen gesunken. Zahlen wurden dafür nicht genannt. Maurizio Longo, Generalsekretär des Verbandes FITA, kommentiert: „Die slowenischen Unternehmen haben einfach geringere Kosten. Da können die Italiener nicht mithalten. Damit werden auch alle Anstrengungen, intermodale Netzwerke aufzubauen, zunichte gemacht“. Die slowenischen Transportunternehmen zielen hauptsächlich auf den italienischen Markt. 87,7 Prozent der Ladungen sind für Italien selbst und vor allem für den Nordosten des Landes bestimmt. (rp)
Italien: Slowenische LKW im Anmarsch
Transportverbände warnen: Unternehmer aus dem neuen EU-Nachbarland drängen italienische Firmen dank geringerer Kosten aus dem Markt