Frankfurt. Für 2005 rechnet das Forum Intralogistik, das die Branche repräsentiert, mit einem Wachstum von ebenfalls drei Prozent. „Deutschland hat gerade durch die zentrale Lage nach der EU-Osterweiterung die große Chance, sich zur Logistikdrehscheibe Nummer Eins in Europa zu entwickeln“, sagte Christoph Hahn-Woernle, Sprecher des Forum Intralogistik und Vorstandsmitglied im VDMA-Fachverband Fördertechnik und Logistiksysteme heute auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Nicht zuletzt durch die erfolgreiche Einführung der Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen werden die Transportkosten zunehmend streckenabhängig. Dies wird nach Ansicht Hahn-Woernles „zwangsläufig dazu führen, dass Hersteller und Dienstleister verstärkt auf das Kostensenkungs- und Rationalisierungspotenzial der Intralogistik zurückgreifen müssen.“ „Das Wachstum von drei Prozent kann sich in diesen Zeiten gut sehen lassen“, erklärte Christoph Hahn-Woernle weiter. Die deutsche Intralogistik steht 2004 mit einem Exportanteil von 7,5 Milliarden Euro weiterhin auf Platz eins, gefolgt von Japan (3,8 Mrd. Euro), den USA (3,4 Mrd. Euro), Italien (2,5 Mrd. Euro) und Frankreich (2,4 Mrd. Euro). Auch innerhalb der europäischen Intralogistikbranche nimmt Deutschland mit einem Marktanteil von etwa 50 Prozent den Spitzenplatz ein. Für 2004 wird erwartet, dass etwa 1500 europäische Unternehmen mit rund 150.000 Beschäftigten einen Umsatz von rund 22,7 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Im Forum Intralogistik haben sich verschiedene Verbände – darunter auch Fachbereiche des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zusammen zu einer Branchenvertretung zusammengeschlossen. Die Intralogistik beschreibt die innerbetriebliche Logistik und beinhaltet vor allem die Bereiche Lager- und Fördertechnik sowie die dazugehörigen IT-System.. Vom 11. bis 15. Oktober findet mit der Cemat die Leitmesse der Intralogistikbranche in Hannover statt. Bisher war die Cemat Teil der Hannover Messe Industrie.
Intralogistik-Branche verzeichnet Wachstum
Die deutsche Intralogistik blickt auf ein positives Jahr 2004 zurück. Demnach betrug in Deutschland das Produktionsvolumen im vergangenen Jahr 11,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Wachstum von drei Prozent gegenüber 2003.