Im Tiefflug am operativen Verlust vorbei

14.03.2002 07:00 Uhr

Der Lufthansa Konzern hat im Geschäftsjahr 2001 nach vorläufigen Zahlen ein operatives Ergebnis in Höhe von 20 Millionen Euro erzielt.

"Unser angesichts der zweistelligen Milliardenverluste in unserer Branche äußerst ehrgeiziges Ziel, einen operativen Verlust zu vermeiden, haben wir damit erreicht.", sagt Lufthansa Vorstandsvorsitzender Jürgen Weber. Das war´s dann aber auch schon mit den guten Nachrichten von der Airline. Außerplanmäßige Abschreibungen von rund 500 Millionen Euro und Rückstellungen für drohende Verluste von 180 Millionen Euro im Geschäftsfeld Catering sowie ein deutlich negativer Zinssaldo führten zu einem Ergebnis vor Steuern von minus 754 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch satte 1,2 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern. Das Konzernergebnis beträgt knapp minus 600 Millionen Euro. Im Jahr 2000 waren es noch fast 700 Millionen Euro Überschuss. An dieser Entwicklung sollen auch die Aktionäre teil haben. Vorstand und Aufsichtsrat wollen auf eine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2001 verzichten, teilt das Unternehmen in Frankfurt mit. Im Vorjahr gab es noch 60 Euro-Cent. Die Folgen der Terroranschläge und die nachlassende Weltkonjunktur haben das abgelaufene Geschäftsjahr nachhaltig beeinflusst. Entsprechend blieb das operative Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert von gut einer Milliarde Euro. Ohne Veränderungen im Konsolidierungskreis lag der Umsatz unter dem Niveau des Vorjahres mit den Veränderungen kletterte er um zehn Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. Neben den trotz aller Krisen unerwartet schwachen Ergebnis wollte der Konzern auch ein Signal setzten, wie es an seiner Führungsspitze weiter gehen könnte. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung Wolfgang Mayrhuber mit Wirkung vom 1. April 2002 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt. "Die Entscheidung des Aufsichtsrates ist ein klares Bekenntnis zum Erhalt und Ausbau unserer Spitzenposition in der Branche und damit für die Zukunft der Lufthansa. Wolfgang Mayrhuber genießt mein volles Vertrauen und das des gesamten Vorstandes", so Weber zu der Personalie. Damit scheint klar, wer den 2003 scheidenden Chef beerben soll.

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