Schwerin. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin hat sich gegen die Einschätzung von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) gewandt, wonach Spediteure die Einführung der Lkw-Maut durch den schleppenden Einbau der so genannten On-Board- Units (OBU) verzögern wollen. „Die OBUs sind fristgerecht bestellt worden“, betonte IHK-Geschäftsführer Ulrich Unger. In den Werkstätten seien keine OBUs vorrätig. Vielmehr komme das Betreiberkonsortium Toll Collect mit den Lieferungen nicht hinterher, sagte Unger. Für den im November geplanten bundesweiten Großtest des Mautsystems fehlen nach Ungers Worten die wesentlichen Voraussetzungen. Dass allerdings der geplante Starttermin 1. Januar erneut verschoben wird, hält der IHK-Geschäftsführer für eher unwahrscheinlich. Er rechne damit, dass bei Verstößen gegen die Mautpflicht keine Strafen erhoben werden. Nach seinen Angaben können Verstöße dagegen laut Gesetz mit bis zu 1000 Euro geahndet werden. (dpa)
IHK Schwerin: Spediteure blockieren Einbau von OBUs nicht
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin sieht – anders als Bundesverkehrsminister Manfred Stople – keine Blockadehaltung der Spediteure gegen die Einführung der Lkw-Maut. Vielmehr seien nicht genug Geräte verfügbar.