München. Die Existenzängste der deutschen Unternehmen in Folge der Corona-Krise haben sich zuletzt wieder etwas verschärft. Wie die neueste Konjunkturumfrage des Münchner ifo Instituts ergab, sahen sich im Februar 2021 18,7 Prozent der Unternehmen in Deutschland bedroht, nach 17,6 Prozent im November 2020 und 21,8 Prozent im Mai 2020.
Existenzsorgen der Logistikbranche leicht unter Durchschnitt
„Besonders gefährdet unter den großen Wirtschaftszweigen fühlte sich im Februar der Einzelhandel mit 34,5 Prozent der Firmen, vor den Dienstleistern mit 26,3 Prozent“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Unterdurchschnittlich bedroht sehen sich dagegen der Großhandel mit 12,8 Prozent der Unternehmen, die Industrie mit 7,5 Prozent und der Bau mit 3,6 Prozent.
Sieht man sich die Ergebnisse nach einzelnen Branchen an, ergibt sich ein ebenso differenziertes Bild: Im Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei fürchteten der Umfrage zufolge zuletzt 17 Prozent der Unternehmen um ihre Existenz - die Logistikbranche liegt damit leicht unter dem Gesamtdurchschnitt. Die stärksten Existenzängste wiederum verspüren die Reisebranche (83,7 Prozent), Hotels (82,3 Prozent) sowie die Gastronomie (72,3 Prozent). Vergleichsweise entspannt geben sich aktuell der Maschinenbau mit 5,6 Prozent, die Elektrobranche mit 4,4 Prozent, die Chemie mit 3,9 Prozent, die Autoindustrie mit 2,3 Prozent und die Pharmabranche mit 0,9 Prozent. (mh)