IATA schult unabhängige Validierer

23.07.2013 12:39 Uhr

Speziell ausgebildete Experten sollen an Flughäfen in Drittstaaten Sicherheitsstandards durchsetzen.

Genf. Die Cargodivision des Luftfahrtverbandes IATA hat mit der Schulung von unabhängigen Validierern begonnen. Es handelt sich um Sicherheitsexperten, die auf Flughäfen außerhalb der EU zum Einsatz kommen sollen, welche von Brüssel als risikobehaftet eingestuft werden. Dort sollen sie für die Umsetzung von Sicherheitsstandards sorgen, die den gültigen Bestimmungen innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten für den Versand von Luftfracht entsprechen.

Nach Auskunft der Brüsseler Behörden handelt es sich um rund 700 Airports, die bis zum Juli 2014 von den Validierern hinsichtlich der Luftfrachtsicherheit partiell überprüft werden müssen. Diese befinden sich vor allem in Afrika und arabischen Ländern, aber auch in Zentralasien und in Lateinamerika.

Sollten die dortigen Behörden oder die Flughafenverwaltungen den Auditoren die Arbeit vor Ort verweigern, darf von dem betreffenden Airport keine Luftfracht mehr in ein EU-Mitgliedsland oder als Transitsendungen via einen EU-Airport geschickt werden.

Das gesamte Auditprogramm läuft zunächst bis 2019, da nach den Sicherheitskontrollen an Airports in Drittstaaten auch die dort tätigen reglementierten Beauftragten sowie bekannten Versender von den Validierern überprüft werden sollen. Parallel zu den Sicherheitschecks sollen diese auch Schulungen und Trainingskurse vor Ort für das dortige mit Luftfrachtprozessen befasste Personal organisieren.

Die IATA-Ausbildungskurse bilden für die Teilnehmer allerdings nur die Basis, um zu einem offiziell anerkannten Validierer zu werden. Die eigentliche Lizensierung erfolgt dann über die nationalen Luftfahrtbehörden der EU-Mitgliedsstaaten, in Deutschland das Luftfahrt-Bundesamt.

„Wir könnnen von Airlines, Spediteuren oder auch Versendern angefordert werden, die an Flughäfen tätig sind, die von der EU als unsicher eingestuft werden“, sagt Matthias Haxter von der Wiesbadener Sicherheitsfirma STI - Security Training International GmbH. Sie werden folglich auf Nachfrage der dort im Luftfrachtgeschäft involvierten Firmen tätig. Haxter hat zusammen mit zwei weiteren Deutschen im Rahmen einer siebzehn Mitglieder zählenden Gruppe den jüngsten Ausbildungskurs der IATA erfolgreich absolviert. Für die Bezahlung der EU-Validierer sind die anfordernden Firmen oder Flughafenverwaltungen in den betreffenden Drittstaaten zuständig. (hs)

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