Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) rechnet nicht mit speziellen auf das Gewerbe abgestimmte Hilfen der Bundesregierung, um die finanziellen Einbußen durch die Hochwasserkatastrophe zu mildern. Es werde keine Sonderstellung des Gewerbes geben, sondern allenfalls allgemeine Unternehmensbeihilfen, betonte BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt gegenüber der VerkehrsRundschau. "An eine Differenzierung nach Branchen glaube ich nicht". Im übrigen würden viele Betriebe in Sachsen aufgeben, da diese bis auf die Grundmauern zerstört seien. Schmidt reagierte damit auf eine kurzfristig angesetzte Anhörung der Binnenschiffer im Bundesverkehrsministerium. Anschließend hatte der Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), Jens Schwanen, erklärt, er erwarte die "erforderliche unbürokratische Hilfestellung". "Wir haben das Problembewußtsein dafür geschärft, dass die Binnenschiffer sich mit einem auch für sie atypischen Hochwasser auseinandersetzen müssen", sagte Schwanen im Gespräch mit der VerkehrsRundschau. Inzwischen hat Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) der Bahn schnelle finanzielle Unterstützung bei der Behebung der Schäden in den Hochwassergebieten zugesichert. "Wir haben ein Interesse, dass die Mobilität funktioniert, und gerade bei der Bahn werden wir dann die Mittel auch ganz schnell zur Verfügung stellen"" Allein in Sachsen hat die Bahn 538 Kilometer Schienenweg teilweise oder komplett verloren -–etwa 20 Prozent des sächsischen Netzes. (vr/jök)
Hochwasser: BGL erwartet keine Sonderhilfen für das Gewerbe
Viele Betriebe in Sachsen haben ihre Existenzgrundlage verloren