München. Die Tochter des Versandhändlers Otto macht schon seit längerem dem zur Deutschen Post gehörenden Express- und Paketdienstleister DHL im Consumer-to-Consumer-Paketversand Konkurrenz. Nun will Hermes offenbar den Preisdruck verschärfen und im lukrativen Vorweihnachtsgeschäfts über einen besonders günstigen Preis neue Privatkunden gewinnen. Hermes legt ein anderes Preismodell als DHL zu Grunde. Während bei DHL das Gewicht der Sendung (bei Einhaltung bestimmter Höchstmaße) ausschlaggebend ist, berechnet die Otto-Tochter nach Paketmaßen (Summe der längstes und kürzesten Seite des Pakets). Hermes holt die Pakete (bis maximal 31,5 Kilogramm) entweder beim Kunden ab, oder der Auftraggeber kann seine Sendungen (bis maximal 25 Kilogramm) bei einem der 10.000 Hermes-Paketshops aufgeben. Letzeres Angebot, das sich allerdings auf Sendungen bis zu einem bestimmten Höchstmaß beschränkt, ist für den Kunden preisgünstiger. Auch die Serviceleistung der Paketshops soll offenbar erhöht werden. So erwäge Hermes ab kommenden rund 1000 Shops mit Öffnungszeiten von 6.00 Uhr bis mindestens 21.00 Uhr anzubieten.
Hermes kündigt drastische Preissenkungen an
Medienberichten zur Folge soll Hanjo Schneider, Geschäftsführer der Hermes Logistik Gruppe, angekündigt haben, ab dem 1. November die Preise für den privaten Paketversand um bis zu 40 Prozent zu senken.