Hamburg/Hannover. An diesem Freitag um Mitternacht endet die Frist für das Kaufangebot an die Aktionäre der Containerlinie. Das Votum der Anteilseigner ist offen. Die TUI-Zentrale in Hannover wollte sich am Donnerstag zum Stand der Dinge noch nicht äußern. Man werde die Frist abwarten. TUI will CP Ships für 1,7 Milliarden Euro kaufen und damit im rasant wachsenden globalen Containergeschäft unter die ersten fünf der Branche vorrücken. CP Ships und Hapag-Lloyd sind bislang die Nummern 16 und 13 auf den Weltmeeren. Die Kaufofferte für CP Ships entspricht einem Barangebot von 21,50 Dollar je Aktie. Entsprechend einer Vereinbarung mit CP Ships war den Anteilseignern bereits die Annahme der Offerte empfohlen worden. Das Angebot ist an die Bedingung geknüpft, dass zwei Drittel der Aktionäre zustimmen. Dann hat TUI die Möglichkeit, auch den Rest in einem zweiten Schritt einzufordern. Die Offerte bedeutet nach Angaben der TUI einen Aufschlag von fast 25 Prozent auf den Durchschnittskurs von CP Ships der vergangenen drei Monate "und eine Prämie von 9,7 Prozent auf den Schlusskurs vom 19. August 2005, dem letzten Handelstag vor Bekanntgabe des Angebots" Weiterhin noch nicht entschieden ist das Votum der europäischen Wettbewerbshüter. Die EU-Kommission hat ihre Untersuchung der geplanten Übernahme kürzlich um zwei Wochen verlängert. Sie will nun bis zum 12. Oktober über eine Genehmigung entscheiden. Möglich wäre auch eine vertiefte Untersuchung, die dann vier Monate dauern würde.
Hapag-Lloyd-Verschmelzung mit CP Ships vor der Entscheidung
Die Entscheidung über den Großeinkauf des Logistik- und Tourismuskonzerns TUI, der seine Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd mit der kanadischen Reederei CP Ships verschmelzen will, geht in die entscheidende Phase.