Hamburg. Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd hat Angaben dementiert, nach denen das Unternehmen die Bundesregierung um Staatshilfe gebeten hat. „Wir haben kein Geld angefordert“, sagte ein Sprecher von Hapag-Lloyd am Montag in Hamburg zu einem Bericht der „Financial Times Deutschland“. Er dementierte ebenso, dass Unternehmensvertreter in Berlin vorstellig geworden seien. „Alle Möglichkeiten zur Zukunftssicherung der Reederei werden evaluiert (geprüft)“, bekräftigte der Sprecher Angaben aus der Vorwoche. Dies sei „ergebnisoffen“. Wie andere Reedereien ist auch Hapag-Lloyd in den Sog der Wirtschaftskrise geraten und fuhr im 1. Quartal einen operativen Verlust von 222 Millionen Euro ein. Daraufhin wurde ein Sparprogramm aufgelegt. Die Spekulationen um Hapag-Lloyd haben Aussagen des Miteigentümers Klaus-Michael Kühne angeheizt, der jüngst der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte: „Ich schließe nicht aus, dass auch Hapag- Lloyd um Staatshilfe nachsucht. Sie würde sicherlich Sinn machen und müsste dann auch zügig gewährt werden.“ Der Logistikunternehmer ist mit 15 Prozent an Hapag-Lloyd beteiligt. Großaktionär TUI hatte eine Kreditlinie von insgesamt 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt, die Mittel sind mittlerweile geflossen. (dpa/ag)
Hapag-Lloyd dementiert Bitte um Staatshilfe
Sprecher: „Alle Möglichkeiten zur Zukunftssicherung der Reederei werden geprüft.“