Hamburg. Der Hamburger Senat hat sich in den Übernahmestreit zwischen dem französischen Unternehmen Bureau Veritas (BV) und dem deutschen Schiffsklassifizierer Germanischer Lloyd (GL) eingeschaltet. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete, soll eine Übernahme des GL durch den mehr als viermal so großen Konkurrenten verhindert werden. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums bestätigte der Zeitung zudem, dass der Bund eingeschaltet wurde. So will der Verkehrs-Staatssekretär, Jörg Hennerkes, in Kürze Gespräche mit der Unternehmensleitung und den Betriebsräten des deutschen Schiffsklassifizierers führen. Das Bundesverkehrsministerium sitzt mit dem Vertreter Hans-Jürgen Froböse im Aufsichtsrat des Unternehmens. Dadurch nimmt der Bund regelmäßig Einfluss bei der Frage von technischen Normen. Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) will sich auf der am gestrigen Sonntag beginnenden 5. Maritimen Konferenz zur Bedeutung der maritimen Wirtschaft in Hamburg äußern. Dazu gehöre auch ein Klassifizierer am Standort Deutschland. Uldall hatte in Sachen GL mehrfach in der vergangenen Woche Gespräche geführt. (dpa/tz)
Hamburger Senat gegen Übernahme des Germanischen Lloyd
GL-Übernahme durch das französische Unternehmen Bureau Veritas soll verhindert werden