Hafen Rotterdam: Umschlag steigt um sieben Prozent

19.08.2008 17:20 Uhr
Rotterdam
Rotterdam bleibt Europas größter Hafen (Bild: Arndt)
© Foto: Arndt

Vor allem beim Massengut legt niederländische Hafen stark zu – 420 Millionen Tonnen werden bis Ende des Jahres erwartet

Rotterdam. Der Rotterdamer Hafen hat das beste Umschlagergebnis für den ersten Sechsmonatszeitraum innerhalb von zehn Jahren auf den Tisch gelegt. Diese Feststellung traf Hans Smits, Generaldirektor des Hafenbetrieb Rotterdam (HbR), heute in Rotterdam. Mit 213 Millionen Tonnen gingen gut 7,7 Prozent mehr Güter über die Kaikanten. „Der Auftakt zum zweiten Halbjahr stimmt hoffnungsvoll“, ergänzte Smits. Damit könnte Rotterdamer bis Ende dieses Jahres auf einen Gesamtumschlag von 420 Millionen Tonnen kommen, was einem Plus von gut vier Prozent entspräche. Die deutlichsten Verbesserungen beim Umschlag erzielte Rotterdam beim Massengutumschlag. Mit 145,7 Millionen Tonnen liegt das Halbjahresergebnis um gut 9,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Löwenanteil entfiel mit 99 Millionen Tonnen (plus 8,7 Prozent) auf den Umschlag von Flüssiggütern, gefolgt von trockenem Massengut mit 46,7 Millionen Tonnen. Das Stückgutaufkommen lag mit 67,6 Millionen Tonnen um 4,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. An containerisiertem Stückgut fielen im aktuellen Berichtszeitraum gut 54,6 Millionen Tonnen an, ein Zuwachs von 6,9 Prozent. Auf TEU-Grundlage wickelten den die Rotterdamer Umschlagbetriebe gut 5,4 Millionen Standardcontainer (TEU) ab, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr. Mit dieser Menge liegt Rotterdam gerade noch rund 400.000 TEU über dem Containerumschlagergebnis des Hamburger Hafens im ersten Halbjahr (5 Millionen TEU; plus 3,8 Prozent). Smits wies darauf hin, dass die Anzahl der umgeschlagenen Leer-Container deutlich geringer ausfiel. Hier zeigten offenkundig die Anstrengungen der Terminalbetreiber Wirkung, weniger Leercontainer umschlagen zu wollen. Denn diese binden erhebliche Lagerflächen auf den Terminals. Einen deutlichen Einbruch gab es beim Umschlag von sonstigem Stückgut , nämlich ein Minus von 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einer der Hauptgründe für den Rückgang stellt die zum Dezember 2007 erfolgte Einstellung des Lash-Bargen-Dienstes nach Übersee dar. Dafür konnte noch kein Ersatzgeschäft gefunden werden. Auf niedrigem Niveau entwickelten sich zudem das Umschlaggeschäft bei Früchten, Eisen und Stahl sowie Projektladung. Zeitgleich mit der Vorlage der Halbjahreszahlen präsentierte HbR-Chef Smits auch die Finanzzahlen für das laufende Geschäftsjahr. Das Betreibsergebnis liegt demnach bei 110 Millionen Euro, ein Plus von 17 Millionen Euro im Vergleich zu 2007. So freut sich der HbR unter anderem um gut 19 Millionen Euro an Mehreinnahmen aus dem Hafengeld. Bei einem anderen Projekt konnte HbR-Chef Smits ebenfalls einen Erfolg verkünden: Anfang September beginnen demnach die Arbeiten an der neuen Maasvlakte II. Die gut drei Milliarden Euro teure, gut 2000 Hektar (Brutto) große Hafenerweiterungsfläche soll unter anderem mit zwei neuen Containerterminals bebaut werden. In zwei Abschnitten erschlossen, soll sie bis 2033 vollständig zur Verfügung stehen. Die neuen Containerumschlageinrichtungen werden ab 2013 betriebsklar sein. (eha)

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