Rotterdam. Hamburg, der Noch-Marktführer im Containerverkehr zwischen Europa und Fernost, bekommt immer mehr Konkurrenz seitens der Westhäfen, allen voran Rotterdam. Nach Recherchen des Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) laufen den Maashafen derzeit 23 der insgesamt 25-Europa-Asien-Services an. Dabei weist der HbR darauf hin, dass die Anzahl der Fernost-Verbindungen seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise im Herbst 2008 bis heute um elf Dienste verringert wurde. Damit steuerten gut 90 Prozent der Europa-Asien-Container-Services den größten europäischen Seehafen an, freut sich der HbR. Für die Reedereien spiele angesichts des anhaltenden Drucks auf Ladungsmengen und Preise das Thema „Schiffsgröße“ eine immer größere Rolle. Dank der nicht vorhandenen Tiefgangseinschränkungen rechnet sich Rotterdam hier langfristig gute Chancen für eine weitere Verbesserung der eigenen Wettbewerbsposition im wichtigen Fahrtgebiet Europa/Asien aus. Erst vor wenigen Wochen konnte der Hafen Rotterdam die neuen, 14.000 TEU-Frachter der schweizer Reederei MSC begrüßen. Standortbegünstigend wirke sich für Rotterdam zudem die deutlich verbesserte Seehafen-Hinterland-Verbindung in Form der im Sommer 2007 in Betrieb genommenen Güterbahnstrecke Betuweroute aus. Bei der Abfertigung der Fernost-Container-Dienste in Rotterdam spielen die Terminals auf der Maasvlakte eine zentrale Rolle. Das sind neben dem ECT Delta Terminal der erst 2008 in Betrieb genommene Euromax Terminal sowie der APMT Rotterdam – Terminal. Von diesen Umschlageinrichtungen werden derzeit 15 der insgesamt 23 Rotterdam ansteuernden Europa-Fernost-Verkehre abgefertigt. (eha)
Hafen Rotterdam: Maashafen bei Asien-Europa-Verkehre im Spitzenfeld
Konkurrenz für Hafen Hamburg / Hafenbetrieb Rotterdam: Maashafen wird von 23 von 25 Europa-Asien-Services angefahren