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Hafen Rostock rüstet sich für neue Scandlines-Fähren

Der Hafen Rostock rüstet sich für neue Scandlines-Fähren
© Foto: Scandlines

Terminal im Rostocker Seehafen wird in den nächsten zwei Jahren komplett umgestaltet / Neuer Liegeplatz für Fähren soll im April 2012 in Betrieb gehen


Datum:
04.11.2010
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Rostock/Gedser. Der Rostocker Seehafen steht gegenwärtig im Wettbewerb mit der Volkswerft Stralsund. Dort werden zwei neue Fährschiffe für die Reederei Scandlines gebaut, die ab April 2012 auf der deutsch-dänischen Linie Rostock­Gedser verkehren sollen. Die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock GmbH (Hero) muss bis dahin ihre Anleger für den Einsatz der neuen Fähren umgestaltet. Am Donnerstag stellte die Hafenleitung in Rostock ihre Pläne zur Modernisierung des Fährterminals vor.

"Mit den zwei neuen Fährschiffen erhöht Scandlines seine Fracht- und Passagier-Kapazitäten auf der Route nach Gedser um 100 Prozent. Dieser Entwicklung muss sich der Rostocker Hafen anpassen", sagte Hero-Geschäftsführer Ulrich Bauermeister. Er kündigte an, dass Scandlines einen neuen Liegeplatz im Hafenbecken A erhält. Dieser werde unter anderem mit zwei neuen Rampen ausgerüstet, da die modernen Fährschiffe künftig gleichzeitig über Haupt- und Oberdeck be- und entladen werden sollen.

Zu den derzeit 25 Hektar Fläche auf dem Fährterminal sollen nun zusätzlich sechs Hektar als Vorstauflächen für PKW, LKW und Busse erschlossen werden, informierte Jörg Heinze, Abteilungsleiter Hafenbau bei der Hero. Eine 1,2 Hektar große Lagerhalle, die sich momentan noch auf dem Terminalgelände befindet, wird abgerissen. Neu gebaut würden Abfertigungslinie und eine Fähr-Center. Der Umbau des Terminals sei notwendig, um den erwarteten Fahrzeugzuwachs auch künftig innerhalb von 15 Minuten Fährschiff-Liegezeit be- und entladen zu können. Die erforderlichen Anpassungen erfolgten in enger Kooperation mit Scandlines, versicherte Bauermeister. Das millionenschwere Terminal-Projekt werde gemeinsam von Hero, Scandlines und dem Land finanziert.

Die Fährreederei Scandlines will nach Aussage von Steen Waever, Line-Manager für Rostock­Gedser, die Ostseeverbindung zwischen Dänemark und Deutschland zur "Traffic Machine" ausbauen. "Wir sehen in der Verbindung ein erhebliches Wachstumspotenzial vor allem bei Verkehren von und nach Osteuropa." Die Fährschiffe müssen sich dabei künftig der Konkurrenz mit der festen Fehmarnbelt-Querung stellen. Scandlines will daher den bisherigen Zwei-Stunden-Takt auf der Linie Rostock­Gedser auf eine Stunde verkürzen.

Laut Waever sollen spätesten ein Jahr vor der für 2018 geplanten Einweihung der Fehmarnbelt-Querung zwei der bisher vier auf der Vogelfluglinie Puttgarden­Rödby eingesetzten Doppelend-Fähren auf die Route Rostock­Gedser wechseln. Für diese Schiffe wäre dann der bisherige Scandlines-Liegeplatz 67 in Rostock vorgesehen. Nach Angaben von Hafenbau-Chef Heinze sind die Planungen von Scandlines für den Betrieb von vier Fährschiffen bereits bei den aktuellen Planungen zur Umgestaltung des Fährterminals in Rostock berücksichtigt. (dpa)

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