Kiel. Die Weichen für ein weiteres Wachstum im Osteuropa-Fährverkehr über den Ostseehafen Kiel sind gestellt. Das betonte Jörg Rüdel, Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH, anlässlich der Inbetriebnahme des 4. Bauabschnitts im Ostuferhafen vor rund 300 Gästen und in Anwesenheit von Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsministers Bernd Rohwer (SPD). "Der Zuwachs im Osteuropa-Verkehr betrug in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 25 Prozent im Jahr", sagte Rüdel. Heißt konkret: Von rund 200.000 Tonnen im Jahr 1992 auf knapp zwei Millionen Tonnen im laufenden Jahr. Inzwischen trügen die Ostverkehre zu 38 Prozent des Gesamtumschlags in Kiel bei. Seit dem 1.Juli hat Kiel auch eine eigene Hafenvertretung in Russland. Rüdel betonte, dass das neue Terminal den ursprünglichen Investitionsansatz von umgerechnet knapp 48 Millionen Euro deutlich unterschritten habe: 36 Millionen Euro wurden für den aus fünf neuen Liegeplätzen bestehenden Komplex ausgegeben. In den kommenden Monaten wird das Terminal um weitere Bestandteile ergänzt: Bau eines modernen Abfertigungsgebäudes mit Trucker-Zentrum, eine neue Lagerhalle für die Durchführung von Logistik-Dienstleistungen sowie ein eigenes Terminal für den kombinierten Ladungsverkehr Schiene/Schiff (KV). Rüdel forderte von der Landesregierung und dem Bund eine weitere Optimierung der Anbindungen Kiels an das übergeordnete Straßennetz. Rüdel: "Wir brauchen den Ausbau der A 7 und der B 404 sowie die neue Elbquerung westlich von Hamburg im Zuge der A 20." (vr/eha)
Hafen Kiel: Osteuropaverkehre mit ausgezeichneten Perspektiven
Jährliche Zuwachsraten von 25 Prozent in den vergangenen zehn Jahren