Wiesbaden . Der Güterverkehr auf deutschen Straßen, Schienen und Flüssen hat 2004 leicht zugenommen. Das Plus betrug 1,6 Prozent auf 3,9 Milliarden Tonnen transportierter Güter, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Mehr als drei Viertel davon entfielen auf den Straßengüterverkehr, der mit 0,7 Prozent Zuwachs unterm Durchschnitt lag. Stärker profitieren konnte die Eisenbahn (plus 2,1 Prozent) sowie die Schifffahrt auf den Binnengewässern (plus 6,1 Prozent) und zur See (plus 7,3 Prozent). Etwas kräftiger gestiegen als das Transportaufkommen ist die durchschnittliche Transportstrecke. Auf der Straße betrug sie 126 Kilometer nach 121 Kilometern 2003, auf der Schiene lag die Versandweite bei 278 Kilometern (263) und auf den Wasserwegen 266 Kilometer (264). Grund für diese Entwicklung ist der stärkere Anstieg des grenzüberschreitenden Verkehrs im Vergleich zum innerdeutschen. Die Binnenschifffahrt erholte sich außerdem vom trockenen Sommer 2003, der zu Einschränkungen im Schiffsverkehr geführt hatte. Die Tonnage der Eisenbahn machte nur rund ein gutes Zehntel des Transportaufkommens auf den Autobahnen und Bundesstraßen aus. Noch viel geringer ist der Anteil von Rohöltransporten, die 2004 um 1,3 Prozent zunahmen, und der Luftfahrt (plus 15 Prozent). Per Flugzeug wurden insgesamt nur 2,7 Millionen Tonnen Frachtgut befördert - was weniger als einem Promille der Gesamtmenge entsprach. (dpa)
Güterverkehr mit leichtem Plus – drei Viertel auf der Straße
Zuwachs im Straßengüterverkehr bleibt mit 0,7 Prozent dennoch unter dem Durchschnitt. Eisenbahn und Binnenschifffahrt legen stärker zu