Weeze. Im Jahr 2015 könnte der Airport Niederrhein, Weeze/Kreis Kleve, rund drei Millionen Passagiere, 60.000 Tonnen Luftfracht und 4.000 neue Arbeitsplätze verzeichnen sowie indirekt rund 6000 Arbeitsplätze in den umliegenden Gemeinden induziert haben. Das sagt ein Gutachten zur Verkehrsentwicklung und -anbindung des Airport Niederrhein, das vom Kreis Kleve und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer in Auftrag gegeben und am Dienstag im Terminal des Flughafens der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die größten Entwicklungschancen für den ehemaligen britischen Luftwaffenstützpunkt sehen die Gutachter im Marktsegment der so genannten Billigfluglinien. Bis zum Jahr 2015 gehen die Experten von einem Potenzial von rund 3 Millionen Passagieren jährlich aus. Trotz des bestehenden Nachtflugverbotes wird in der Studie davon ausgegangen, dass sich auch das Frachtvolumen erhöhen werde. Bis 2015 könnte der Flughafen eine Potenzial von 60.000 Tonnen Fracht jährlich erschließen, was dem heutigen Frachtaufkommen des Flughafens Düsseldorf entspricht. Die zusätzliche Wertschöpfung durch den Airport veranschlagen die Gutachter auf rund 150 Millionen Euro pro Jahr. Die Einkommensverluste für die Region durch den Abzug der Royal Air Force werden auf 100 Millionen Euro im Jahr geschätzt. Die einmaligen Chancen für Beschäftigung und Wertschöpfung dürften nichts aufs Spiel gesetzt werden, sagte der IHK-Verkehrsexperte Jürgen Grüner. Die überregionale Anbindung des Flughafens als wird in der Studie positiv bewertet. Handlungsbedarf sehen die Gutachter allerdings bei den Straßenkapazitäten in unmittelbarer Umgebung des Airports. (vr/diwi)
Günstige Prognose für Airport Niederrhein bei Weeze
60.000 Tonnen Luftfracht bis zum Jahr 2015 am ehemaligen britischen Luftwaffenstützpunkt