Hannover. Er halte nun annähernd 15,01 Prozent der Aktien, teilte seine Beteiligungsgesellschaft Monteray Enterprises in Zypern gestern mit. Damit bleibt der norwegische Reeder der größte Einzelaktionär der TUI, gefolgt von dem russischen Großaktionär Alexej Mordaschow, dem rund 10 Prozent gehören. Fredriksen hatte bereits Anfang Juni seinen Anteil von 11,7 Prozent erhöht, aber die Meldeschwelle von 15 Prozent nicht erreicht. Der Milliardär und Chef einer riesigen Tankerflotte gilt als einer der schärfsten Kritiker von TUI-Chef Michael Frenzel und seinem Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow. Als Rebell unter den Aktionären hatte Fredriksen auch den Beschluss zur Abspaltung der TUI -Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd mit herbeigeführt. Bei der Hauptversammlung im Mai scheiterte er aber mit der Forderung nach Ablösung von Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow. Fredriksen hat jedoch wiederholt betont, er werde nicht aufgeben, und angekündigt, seine Position im Konzern weiter zu stärken. Bei der TUI müsse eine bessere Unternehmensführung durchgesetzt werden. Bei dem jetzt in Gang gekommenen Verkauf der Hamburger Containerreederei müsse für die Anleger das bestmögliche Ergebnis erreicht werden. Der norwegische Großaktionär drängt daher auf eine außerordentliche Hauptversammlung. Angesichts der Bedeutung der Reederei müssten die TUI-Eigentümer das letzte Wort haben. Dies wolle er notfalls gerichtlich durchsetzen.
Großaktionär John Fredriksen erhöht Einfluss auf TUI-Konzern
Der TUI-Großaktionär John Fredriksen hat seinen Anteil am Touristik- und Schifffahrtskonzern TUI weiter aufgestockt.