Das schwache Frachtgeschäft sowie Probleme bei einem Terminal-Bau auf den Philippinen haben beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im Jahr 2001 zu einem Gewinneinbruch geführt. Der Jahresüberschuss sank nach vorläufigen Zahlen um 21,6 Prozent auf 101,1 Millionen Euro, wie die Fraport AG am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg um 2,9 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro. Wegen der schwachen Konjunktur gab es beim Fracht-Umschlag am wichtigsten europäischen Cargo-Flughafen in Frankfurt 2001 ein Minus von sechs Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen. An der Frankfurter Börse verloren die Anteilsscheine von Fraport bis zum Mittwochmittag knapp fünf Prozent auf 26,25 Euro. Das Unternehmen habe "grottenschlechte Zahlen" vorgelegt, sagte ein Händler. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Jahr 2001 betrug 235,2 Millionen Euro nach 329,9 Millionen im Vorjahr. Belastend wirkten sich eine Reihe außerplanmäßiger Abschreibungen aus. Allein beim Bau eines neuen Passagierterminals auf dem Flughafen in Manila (Philippinen) fielen außerplanmäßige Abschreibungen von 59,8 Millionen Euro an. Als Grund nannte Fraport die "negative Einschätzung des künftigen Verkehrsaufkommens in der Region sowie die mittlerweile geringer eingeschätzten Duty-free-Erlöse". (vr/dpa)
Gewinneinbruch bei Frankfurter Flughafenbetreiber
"Grottenschlechte Zahlen" liesen Fraport-Aktie in den Keller fallen