Hamburg. Mehr Freizeit, weniger Einkommen? Diese Option ist nur für jeden Vierten interessant. Das zumindest ist ein Ergebnis einer Studie zum Freizeitverhalten der Bundesbürger. Vorgestellt wurde der „Freizeit-Monitor 2014“ jetzt von der Stiftung für Zukunftsfragen. Demnach gaben 27 von 100 Befragten an, dass sie weniger Geld in Kauf nähmen, wenn sie dafür mehr Freizeit zur Verfügung hätten. Außerdem gaben 20 Prozent an, mindestens einmal pro Monat in der Freizeit zusätzliches Geld zu verdienen.
Was sonst noch bei der Befragung herauskam: Die Dominanz des Fernsehens ist ungebrochen und belegt erneut den ersten Platz. Egal ob Mann oder Frau, Stadt- oder Landbewohner, arm oder reich – für alle bleibt der TV-Konsum die regelmäßigste Freizeitaktivität. 97 Prozent der Deutschen schalten wenigstens einmal pro Woche in die Programme der öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten – über zwei Drittel sogar täglich. Damit belegt „Fernsehen“ zum 25. Mal in Folge den ersten Platz. Auf den Plätzen zwei und drei geht der Zweikampf zwischen Radio hören und Telefonieren von zu Hause in die nächste Runde. Aufgeholt hat in diesem Jahr deutlich die Nutzung des Internets, die nun erstmals vor regenerativen Beschäftigungen wie seinen Gedanken nachgehen, Ausschlafen oder Faulenzen liegt.
Medien prägen damit die Top 10 der Freizeitaktivitäten. Kultur ist hingegen weit abgeschlagen bei den Aktivitäten außer Haus. Und: Drei Stunden und 56 Minuten Freizeit haben die Deutschen im Durchschnitt. Für die Studie wurden insgesamt 4000 Bundesbürger ab 14 Jahren repräsentativ zu ihrem Freizeitverhalten, ihren Freizeitaktivitäten und dem Anteil der tatsächlich freien Zeit pro Tag befragt. (ts)