Der staatliche französische Postkonzern ist im vergangenen Jahr erstmals seit 1996 wieder in die Verlustzone gerutscht. Bei einem Umsatzanstieg um 6,6 Prozent auf 17,03 Milliarden Euro entstand ein Verlust von 95 Millionen Euro nach 139 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr, teilte die Post am Donnerstag in Paris mit. Ausschlaggebend waren dabei Abschreibungen auf milliardenschwere Einkäufe der Paketholding GeoPost. Diese hatte im vergangenen Jahr auch den Deutschen Paket-Dienst (DPD) übernommen, der derzeit neu strukturiert wird. Negativ zu Buche schlugen nach Angaben von Post-Chef Martin Vial zudem höhere Kosten durch die Umstellung auf die 35-Stunden-Woche, die Einführung des Euro-Bargeldes sowie die Konjunkturflaute. Branchenbeobachter rechnen nach den Wahlen in Frankreich mit einer kräftigen Porto-Erhöhung für den Standardbrief von 0,46 Euro auf 0,50 Euro. Bislang war das Brief-Porto in Frankreich mit am niedrigsten in Europa. (vr/dpa)
Französische Post rutscht in die Verlustzone
Belastung durch DPD und Umstellung auf die 35-Stundenwoche