Paris. Philippe Grillot, der kürzlich gewählte neue Vorsitzende des Verbandes TLF, hat das Vorhaben des Verkehrsministers Dominique Busserau begrüßt und will es aktiv unterstützen, im kommenden Jahr die Vertragsbasen inklusive soziale Sicherung und 13. Monatsgehalt mit allen Beteiligten zu diskutieren und auf neue Grundlagen zu stellen. An den Diskussionen sollten die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, der Staat und auch die industriellen Auftraggeber aus den Bereichen moderner Einzelhandel, Metall, Chemie und Bauwirtschaft beteiligt sein. Die entsprechenden Gespräche sind vorgesehen im Zeitraum zwischen Januar und spätestens Ende Oktober 2010. Den Verladerverband AUTF betrachtet der TLF-Vorsitzende nicht als repräsentativ für die heimischen Verlader und hat den Arbeitgeberverband Medef aufgefordert, ihm jeweils branchenspezifische Gesprächs- und Verhandlungspartner aus den Bereichen Großflächen-Einzelhandel, Metallwirtschaft, Chemie und anderen zu benennen. Grillot erklärte, er weigere sich anzuerkennen, dass die Sozialkosten bei Tarifverhandlungen als variable Masse betrachtet würden. Die Ende Dezember 2009 getroffene Vereinbarung über höhere Löhne im Straßengütertransport- und Logistikbereich war nur von TLF unterzeichnet worden und hat deshalb die Spaltung im Verbändelager weiter vertieft. FNTR, Unostra und Otre bezeichneten die Ankündigung des Verkehrsministers, im Gegenzug für die Lohnerhöhungen die gewerblichen Steuerlasten um 100 Millionen Euro zu senken, als „Kuhhandel". Dasselbe habe der Minister schon vor einem Monat als Ausgleich für die zukünftige CO2-Steuer versprochen. (jb)
Frankreich: TLF im Clinch mit den Verladern
Vorstand Philippe Grillot bezeichnet den Verband A.U.T.F. als nicht repräsentativ