Die vor einem Jahr angekündigte Kapitalverzahnung zwischen der französischen Post und der von der Staatsbahn SNCF kontrollierten Transport- und Logistikgruppe Geodis ist für den neuen Post-Chef Martin Vial nach wie vor aktuell. Dies erklärte er nach einem Bericht der Pariser Tageszeitung Les Echos am Rande der Einweihung eines neuen Hubs für die britische La-Poste-Tochter in der Nähe von Birmingham. Nach Einschätzung von Beobachtern ist das Projekt jedoch inzwischen an einem toten Punkt angelangt. Es sieht folgende Vereinbarung vor: SNCF gibt 24 Prozent ihrer Geodis-Anteile an La Poste ab; Letztere bringt dafür im Gegenzug 60 Prozent ihres an der Pakettochter GeoPoste gehaltenen Anteils in eine Joint-Venture-Firma ein, an der La Poste mit 51 und Geodis mit 49 Prozent beteiligt wären. Fachleute glauben jedoch, dass an die Realisierung fürs Erste nicht mehr zu denken sie. Durch Zukauf und Allianzen von La Poste (DPD, FedEx, Akkord mit der italienischen Post) sei sie für die Bahn zu mächtig geworden. (vr/jb)
Frankreich: Post und Bahn zusammen?
Post wurde durch ihre Einkäufe für die Bahn zu mächtig.