Paris. Einen Tag vor Beginn der französischen EU-Ratspräsidentschaft haben französische Lastwagenfahrer heute mit einer „Aktion Schnecke“ für eine Senkung der Dieselpreise demonstriert. Im Großraum Paris, bei Bordeaux und anderen Städten fuhren Lastwagen im Schritttempo auf der Autobahn. Sie blockierten Straßen oder ließen nur Personenwagen auf einer Spur passieren. Man wolle damit der Regierung eine „Botschaft“ übermitteln, - zu Deutsch: einen Denkzettel verpassen. Das erklärte FNTR-Sprecher Nicolas Paulissen gegenüber der französischen Fachzeitschrift „L´Officiel des Transporteurs“. Paris habe weder Soforthilfen für die durch die Preisentwicklung in Bedrängnis geratenen Unternehmen gewährt, noch gebe es „echte Fortschritte in den Verhandlungen mit der Regierung.“ Man werde daher einen Gang zulegen. Ob sich der Spediteursverband TLF und UNOSTRA für die kleinen und mittleren Betriebe dem Aktionsaufruf anschließen und erneut mit FNTR gemeinsam agieren werden, war bis zum Wochenende noch unklar. Der vierte Verband, OTRE, will seine Entscheidung wie gehabt erst im allerletzten Moment bekannt geben. (dpa/jb)
Frankreich: FNTR ruft zu Blockaden auf
Mit dem heutigen Aktionstag will der Verband Zugeständnisse von der Regierung erreichen