Wien. Bereits wenige Tage nach der Nationalratswahl haben die österreichischen Transportunternehmer ihr Forderungspaket an die neue Regierung formuliert. Frächter-Obmann Wolfgang Herzer will sich vor allem um eine finanzielle Entlastung der Unternehmen bemühen. Die von Noch-Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) bereits angekündigte, vom Parlament vor der Wahl aber nicht mehr beschlossene Steuersenkung für Nutzfahrzeuge bleibt weiter ein Hauptanliegen. Die Frächter streben einen linearen Steuersatz von zwei Euro je Tonne und Monat beziehungsweise 1,40 Euro je Tonne für luftgefederte Fahrzeuge an. Das würde eine Reduktion um rund ein Drittel bedeuten. Zufrieden ist Herzer mit der bereits erfolgten Verschiebung der Maut-Valorisierung auf Januar 2010. Vorgesehen war bisher, die LKW-Maut 2009 im Ausmaß der Inflationsrate anzuheben. Außerdem brennt dem Fachverbands-Obmann die Bekämpfung der Schwarzarbeit unter den Nägeln. Geschätzte 15 bis 20 Prozent des Auftragsvolumens verlieren die Frächter an LKW-Besitzer, die keine Berechtigung zur Ausübung des Transportgewerbes haben. Mit dem neuen Innenminister will Herzer daher möglichst rasch Gespräche über verstärkte Kontrollen durch die Polizei aufnehmen. (rv)
Frächter-Forderung an neue Regierung
Transportunternehmer verlangen Steuersenkung für Nutzfahrzeuge